Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Verständigung e.V.- 德中交流协会

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Die GDCV und die Provinz Henan

In Ihrer Rolle als Vermittler zwischen den Kulturen konnte die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Verständigung im November 2017 eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Fremdenverkehrsamt der Provinz Henan und dem Kanton Basel-Landschaft organisieren.
Bei dem Besuch einer Delegation der zentralchinesischen Provinz in der Schweiz präsentierte sich Chinas Kernland unter anderem mit einem spannenden Film über die Reiche Geschichte der Provinz. Erklärtes Ziel des gegenseitigen Austausches ist eine Kooperationspartnerschaft der beiden Regionen.

Globalisierung und One Belt, One Road – Ein deutsch-chinesisches Begleitforum zum G20

Hamburg – Die Globalisierungsfrage war eines der zentralen Themen des G20-Gipfels vom 7. – 8.7.2017 in Hamburg. Und sie war zugleich der wesentliche Fokus eines prominent besetzten deutsch-chinesischen Forums, das in unmittelbarer Nachbarschaft der beratenden Staats- und Regierungschefs am 8.7. in der Bucerius Law School stattfand.

Schauplatz der unter Schirmherrschaft von Staatsrat Wolfgang Schmidt (Senatskanzlei Hamburg) stehenden Veranstaltung war das Helmut Schmidt Auditorium, seine Hauptveranstalter waren die Deutsch-Chinesische Unternehmer-Vereinigung (DCUV), das German Studies Center and Institute for Innovation and Development der Tongji Universität und das German Institute of Global and Area Studies (GIGA). Und, auch dies sei hervorgehoben, für die wegen der sehr erschwerten Rahmenbedingungen aufgrund der zahlreichen angereisten Störergruppen anspruchsvolle Organisation und Logistik zeichnete das Team von China Tours Hamburg verantwortlich. Den harmonischen Kontrapunkt zu der Disharmonie auf den Straßen Hamburgs setzten Künstler des Kollegs für Kunst und Kommunikation der renommierten Tongji-Universität Shanghai einführend mit einem Tanz „Zurück zur Natur“ und Debussys „L’Isle Joyeuse“. Und den rednerischen Auftakt machte für die gastgebende Stadt Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Dr. Bösinger machte klar: Die schlimmen Geschehnisse auf den Straßen hätten letztlich inhaltlich nichts mit der Stadt Hamburg und dem G20-Gipfel zu tun. Die Handelsbeziehungen Hamburgs zu China blickten auf eine sehr lange Tradition zurück. Und Schwerpunkte des G20 Gipfels seien die freie Weltwirtschaft und die ökologischen Erfordernisse, Dinge also, die in engem Kontext mit der „Seidenstraßen-Initiative“ stünden. DCUV-Vorsitzender Prof. Jianwei ZHANG erinnerte daran, dass die G20 Probleme behandele, die weltweit bewegten und nicht mehr von einzelnen Regierungen alleine gelöst werden könnten. Die Globalisierung enthalte Chancen und Herausforderungen, u.a. in Bezug auf Wirtschaft, Kultur und Nachhaltigkeit. Gerade auch die großen Nationen seien auf die Globalisierung für ihre Zukunftsfähigkeit angewiesen. Und mit der Seidenstraßen-Initiative habe China ein großes Projekt zur Förderung der Globalisierung angestoßen. Bei der Umsetzung baue man nicht zuletzt auf die Brückenfunktion China – Deutschland. Als „Pfeiler der deutsch-chinesischen Beziehungen“ wurde von Moderator Prof. Dr. Xuewu GU als folgender Redner der frühere Botschafter Prof. Dr. Zhaorong MEI vorgestellt. Prof. Mei bezeichnete Deutschland als seine 2. Heimat. Er sei Zeuge von Bau und Fall der Mauer gewesen, er habe die Bundeskanzler Schmidt und Kohl begleitet und mit beiden viele Gespräche geführt. Symbol für die heutigen engen bilateralen politischen Beziehungen seien die zahlreichen wechselseitigen Staatsbesuche. Und Deutschland sei ein enger Partner Chinas in Sachen Globalisierung. MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann, heute Senior Adviser des chin. Handelsministeriums (CIIPA) und stv. Vorsitzender der GDCV, erinnerte ebenfalls an die prägende Rolle von Präsident XI Jinping in der Globalisierungsdebatte, was spätestens seit seiner Forderung in Davos nach „Licht in der Dunkelkammer“ weltweit Beachtung finde. Und mit dem „One Belt, one Road“-Infrastruktur-Projekt habe China zugleich einen sehr praktischen Globalisierungsanstoß gegeben. Borchmann weiter: Die Wahl des weltoffenen Hamburgs als G20-Tagungsort habe zugleich eine hohe symbolische Bedeutung. Denn Hamburg sei gewissermaßen die Globalisierung an sich in Form einer Stadt. Man verfüge über die traditionsreichsten Beziehungen in Deutschland und sei als „Han Bao“ praktisch die „Burg der Chinesen“ im Gastgeberland. Zudem sei die Stadt die Heimat des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt, der nicht nur den Deutschen China überhaupt erst erklärt habe, der vielmehr vor mehr als 45 Jahren überhaupt erst den Anstoß zur Aufnahme der bilateralen diplomatischen Beziehungen gegeben habe. In einem Statement zum Abschluss des Begrüßungsteils hob als Vertreter des Mitveranstalters Tongji-Universität deren Vize-Präsident Prof. JIANG Bo die hohe Bedeutung seiner inzwischen 110 Jahre bestehenden Universität für die deutsch-chinesischen Beziehungen hervor, Tongji lasse sich als wissenschaftliches Symbol der bilateralen Beziehungen bezeichnen.

Die ganztägige Veranstaltung wurde durch zahlreiche Podiumsdiskussionen mit prominenten Experten fortgesetzt, u.a. durch ein Podium von Wissenschaftlern (neben renommierten Wissenschaftlern der Tongji-Universität u.a. der herausragende Journalist und Politikwissenschaftler Dr. Theo Sommer), ein Podium deutscher und chinesischer Unternehmer, ein Podium zu Logistik und innovativen Technologien und ein Podium zu Business-Matchmaking zwischen Deutschland und China. Eine Preisverleihung für besonders gelungene deutsch-chinesische Kooperation rundete die Veranstaltung ab.
(Dr. Michael Borchmann)

Die Laudatio der Verleihung des “China-Europe Friendship Awards” 2016 an Gerhard Schröder

Am 23. und 24. November 2016 fand der siebte “Hamburg Summit: China meets Europe” in der Handelskammer Hamburg statt. Li Yizhong, Vorsitzender des Industrieverbands China-Europe Friendship Award, verlieh Gerhard Schröder, dem letzten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, den “China-Europe Friendship Award”. Hier finden Sie die übersetzte Rede:

Ladies and Gentlemen,

In my capacity as Chairman of the China Federation of Industrial Economics and co-host of the “Hamburg Summit” it is my great honour to present to you this year´s awardee of the China-Europe Friendship Award:

It is Mr. Gerhard Schröder, Former Chancellor of the Federal Republic of Germany and new Honorary Chairman of the “Hamburg Summit: China meets Europe”!

After being active as a Member of the German Bundestag, he was elected as Minister-President of the State of Lower Saxony in 1990.

Eight years later, Mr. Schröder was sworn in as the seventh Chancellor of Germany in 1998 and remained in office until 2005.

During his time as Chancellor, Mr. Schröder visited China once a year and thus strongly contributed to deepening the good relations between China and Germany.

He very early realized that Europe and China do need each other in order to tackle the big international challenges like the pursuit of sustainable economic growth, climate change, energy safety and reliable energy supply, migration and the fight against terrorism.

Mr. Schröder was convinced that all this can only be mastered by joint efforts.

That is why he implemented a close cooperation and coordination between the Chinese and the German government.

As far as I know Mr. Schröder still continues travelling to China – on a private and on a professional basis, but always with the focus to link both countries and cultures closer together.

Therefore I would like to specifically laud Gerhard Schröder’s ongoing efforts to enhance our bilateral relationship.

Dear Mr. Schröder,

Thank you so much for your outstanding contribution to the Sino-European relations and your personal support of the “Hamburg Summit: China meets Europe” acting as its new Honorary Chairman.

This is highly appreciated from the Chinese side!

It is my great joy and honor to be the first to congratulate you. Please join me now on stage to accept the “China-Europe Friendship Award”.

Dear Mr. Schröder,

This is your applause!